Stadt Osnabrück errichtet erste eigene Photovoltaikanlage

Copyright © Neue Osnabrücker Zeitung (Fr., 10.11.2017)

Auf dem Dach der IGS Eversburg

Stadt Osnabrück errichtet erste eigene Photovoltaikanlage

Die Sporthalle der IGS Eversburg ist mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet worden. Etwa 400 Module erzeugen Solarenergie. Das Foto ist mit einer Drohne gemacht worden. Foto: Fachdienst Geodaten

Osnabrück. Die Stadt Osnabrück hat nach eigenen Angaben ihre erste eigene Photovoltaikanlage errichtet. Auf dem Dach der zur Integrierten Gesamtschule Eversburg gehörenden Sporthalle wurde jetzt eine Anlage mit 400 Modulen errichtet.

Rund 78 Prozent der erzeugten Solarenergie wird zukünftig direkt vor Ort von der Eversburger Schule verbraucht, die restlichen 22 Prozent werden ins öffentliche Netz eingespeist, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Künftig werden somit 14 Prozent des jährlichen Strombedarfs der IGS Eversburg über selbstproduzierte Solarenergie gedeckt. „Noch dieses Jahr werden drei weitere Anlagen auf der BBS Schölerberg, dem Graf-Stauffenberg-Gymnasium und einer Sporthalle in Sutthausen installiert, bei Neubauten prüfen wir den wirtschaftlichen Einsatz regenerativer Energien stets mit“, wird Dirk König, Leiter des Eigenbetriebs Immobilien- und Gebäudemanagement der Stadt Osnabrück in der Mitteilung zitiert.

Stromkosten haben sich verdoppelt
Eigene Solaranlagen trotz angespannter Haushaltslage auf die Dächer zu bringen, ist eine Entscheidung, die zur Energiewende und zur Umsetzung des Masterplans 100%Klimaschutz beiträgt. „Vor allem aber“, lässt sich Oberbürgermeister Wolfgang Griesert zitieren, „ist es eine wirtschaftliche Entscheidung, die mittelfristig zur Entlastung unseres Haushalts beitragen soll.“ Die städtischen Stromkosten betrugen im Jahr 2016 rund 2,1 Millionen Euro, eine Verdoppelung seit 2003 – unter anderem wegen der steigenden Strompreise und der fortschreitenden Technisierung.

Anlage soll sich nach 13 Jahren amortisiert haben
Selbst im schlechtesten Fall soll sich die Anlage an der IGS Eversburg nach spätestens 13 Jahren amortisiert haben. 25 Jahre sollen die Module garantiert halten – bis dahin will die Stadt in etwa 150.000 Euro eingespart haben, weil sie weniger Strom kaufen muss. Gerade kommunale Gebäude wie Verwaltungsgebäude und Schulen sind nach Ansicht der Stadt gut geeignet für die Erzeugung und Nutzung von Solarstrom, denn ihr Strombedarf entspricht zeitlich dem Gang der Sonne: Zu typischen Öffnungs- und Arbeitszeiten ist die Stromproduktion der PV-Anlage am höchsten. Daher beschloss der Rat der Stadt Osnabrück Ende 2016 Haushaltsmittel für PV-Anlagen bereitzustellen.

Solardachkataster wird überarbeitet
Photovoltaikanlagen können auch für Unternehmen und Privatpersonen zur sinnvollen Alternative werden. Um eine erste Einschätzung zur Wirtschaftlichkeit nach aktueller Marktlage für Osnabrücker anbieten zu können, überarbeitet die Stadt derzeit das Solardachkataster, das im November online gehen soll. Wer schon jetzt Unterstützung und Information wünscht, kann einen kostenlosen „Solarcheck“ durch einen unabhängigen Fachmann in Anspruch nehmen oder sich beim Fachbereich Umwelt und Klimaschutz unter Telefon 0541/323-3173 oder per E-Mail an umwelt@osnabrueck.de beraten lassen.

(siehe auch Pressemitteilung der Stadt Osnabrück)

Fotoimpressionen vom Aufbau der Anlage durch Sunconcept

 

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